November 2026

Webflow CMS erklärt: Collections, Referenzen und Templates

Webflow CMS: Collection Leistungen wird zu einzelnen Seiten, Salvo von SXLVX zeigt den Daumen hoch

Das CMS ist der Grund, warum ich Websites in Webflow baue. Es entscheidet, ob Du Deine Website später selbst pflegst oder für jede neue Stelle jemanden anrufen musst. Hier erkläre ich es an Projekten, die ich wirklich gebaut habe.

Was ein CMS überhaupt ist

CMS heißt Content Management System. In Webflow ist das eine Datenbank für alles, was sich wiederholt: Projekte, Beiträge, Leistungen, Stellen, Standorte. Du gestaltest das Design einmal, und jeder neue Eintrag sieht automatisch richtig aus.

Alles, was es nur einmal gibt, wie die Startseite oder das Impressum, ist eine statische Seite. Alles, was mehrfach vorkommt, gehört ins CMS.

Collections: eine Tabelle pro Inhaltstyp

Eine Collection ist wie eine Tabelle. Jede Zeile ist ein Eintrag, jede Spalte ein Feld. Auf sxlvx.de gibt es vier: Erfolgsgeschichten, Leistungen, Blogbeiträge und Projekt-Tags.

Die wichtigste Frage beim Anlegen: Was ist ein eigener Inhaltstyp und was nur eine Eigenschaft? Eine Leistung ist ein Inhaltstyp. Ihre Kategorie, etwa Branding oder Webdesign, ist eine Eigenschaft. Sie wird ein Feld, keine eigene Collection.

Felder: so wenige wie möglich, so viele wie nötig

Webflow bietet Felder für Text, formatierten Text, Bilder, Bildergalerien, Videos, Links, Zahlen, Datum, Schalter, Farben, Auswahllisten, Dateien und Verweise auf andere Collections.

Ich lege Felder immer vom Design aus an: Was steht auf der Karte, was auf der Detailseite, was braucht Google? Bei meinen Erfolgsgeschichten sind das zum Beispiel vier Kennzahlen, jede mit eigenem Feld für Zahl, Einheit und Beschriftung. So bleibt jede Case Study gleich aufgebaut, egal wer sie einträgt.

Ein Tipp aus der Praxis: Schreib zu jedem Feld einen Hilfetext. Wenn Du in einem halben Jahr einen Eintrag anlegst, weißt Du sonst nicht mehr, ob das Bild quer oder hoch sein soll.

Templates: eine Seite für alle Einträge

Jede Collection bekommt automatisch eine Template-Seite. Die gestaltest Du einmal, und Webflow erzeugt daraus für jeden Eintrag eine eigene Seite mit eigener Adresse. Aus 12 Leistungen werden so 12 Seiten, die jede für sich bei Google gefunden werden.

Wer nach einem Logo-Design in Ulm sucht, landet so direkt auf der passenden Seite und nicht auf einer allgemeinen Übersicht.

Diagramm: Eine Webflow Collection wird über ein Template zu vielen einzelnen Seiten
Ein Eintrag in der Collection, ein Layout im Template, eine eigene Seite pro Leistung.
Referenzen: Inhalte miteinander verbinden

Referenzfelder verbinden Einträge aus verschiedenen Collections. Ein einfaches Referenzfeld zeigt auf genau einen Eintrag, ein Mehrfach-Referenzfeld auf mehrere.

Auf sxlvx.de hängen Leistungen und Projekte so zusammen: Jede Leistung kennt die Projekte, in denen sie steckt, und jedes Projekt kennt seine Leistungen. Auf der Seite zum Logo-Design siehst Du deshalb automatisch die passenden Case Studies, und in jeder Case Study die Leistungen dahinter. Ich trage die Verbindung einmal ein, die Website erledigt den Rest.

Das hilft Besuchern, die tiefer einsteigen wollen. Und es hilft Google, weil jede Seite mit den passenden anderen Seiten verlinkt ist.

Diagramm: Leistung und Erfolgsgeschichte verlinken sich über Mehrfach-Referenzfelder gegenseitig
So hängen Leistungen und Case Studies auf sxlvx.de zusammen.
Collection Lists: Einträge überall zeigen

Mit einer Collection List holst Du Einträge auf jede beliebige Seite: die neuesten Beiträge auf die Startseite, offene Stellen in den Footer, Projekte nach Kategorie gefiltert. Filter und Sortierung stellst Du direkt in Webflow ein, ohne Code.

Einen Filter setze ich auf jeder Detailseite: Der aktuelle Eintrag wird ausgeschlossen. Sonst empfiehlt Dir ein Beitrag zum Weiterlesen sich selbst.

Wie viel passt rein?

Im Premium-Plan sind es seit Mai 2026 bis zu 20.000 Einträge in 40 Collections. Für eine Firmenwebsite reicht das praktisch immer. Was die Pläne kosten, steht in meinem Beitrag Was kostet Webflow 2026.

So plane ich ein CMS
  1. Alles sammeln, was sich auf der Website wiederholt.
  2. Pro Inhaltstyp eine Collection anlegen, Eigenschaften werden Felder.
  3. Felder vom Design aus planen, jedes mit Hilfetext.
  4. Verbindungen über Referenzen festlegen, bevor die ersten Einträge kommen.
  5. Einen Eintrag komplett füllen, daran das Template bauen, dann den Rest.

Klingt nach viel Vorarbeit. Ist es auch. Aber genau diese Arbeit entscheidet, ob Du Deine Website in zwei Jahren noch selbst pflegen kannst. Wenn Du das für Dein Projekt durchdenken willst, schreib mir. Oder rechne erst aus, was eine Website mit CMS kostet: im Website-Kosten-Rechner.

Ein gutes CMS merkst Du nicht. Du pflegst einfach.
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